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Ignorieren

27. April 2024

Von wegen öko! Kaufen Sie mit Vorsicht!

Wenn‘s ums Geld geht, wird viel getrickst und gelogen.
Da heißt es :„Nachhaltigkeit hat für uns einen hohen Stellenwert“ oder „Für Nachhaltigkeit und Umwelt!“ oder  „Wir feiern die Schönheit der Natur!“


Massenweise Werbung will uns einhämmern, wie umweltfreundlich Produkte sind! Bis man das sogar glaubt. „Greenwashing“ nennt man das. Mogelpackungen ohne Umweltnutzen!

Wie oft wollte man uns schon täuschen! Zum Beispiel …

  • von VW mit dem „Clean Diesel“ und manipulierten Abgaswerten
  • von H&M, das ungetragene Textilien verbrannte
  • von Nespresso mit „streng kontrollierten Standards“ und portioniertem Kaffee in Alukapseln
  • von Aldi mit 1 Cent dünnen Plastiktütchen als „zum nachhaltigeren Handeln“
  • von Stromversorgern, die Atom- und Braunkohlestrom legal als „Grünstrom“ liefern
  • von der DB mit einer grünen Bahncard 100, obwohl man auf Nahverkehrsstrecken Kohlestrom verbrennt
  • von einem Edeka-Markt, der seine „Bio“-Milch aus Österreich ankarren ließ
  • von Beiersdorf, vor dessen NIVEA-Produkten der BUND wegen Mikroplastik warnt
  • von SHELL, das mit 1,1 Cent Aufpreis pro Liter klimaneutrales Tanken suggeriert
  • von 116 deutschen Gasversorgern, denen nachgewiesen wurde, dass sie Gasprodukte anboten, die weit weniger grün waren als versprochen
  • von TotalEnergies, das gegen 1 Cent pro Liter “klimaneutrales” Heizöl anpries
  • von DM,  das Artikel als klimaneutral bewarb
  • von ADIDAS, das mit dem Slogan „End Plastic Waste“ wirbt, aber Artikel aus Neumaterial fertigen lässt.

Größte Skepsis gegenüber den Werbebotschaften von Unternehmen ist also angebracht. Seien wir kritische und verantwortungsbewusste Verbraucher!


Jetzt hilft uns die EU! Sie will Aussagen wie „umweltfreundlich“, „schadstofffrei“, „CO2-positiv“, „klimaneutral“, „biologisch abbaubar“ etc. verbieten, wenn sie nicht von den Herstellern nachgewiesen werden können.


Und trotzdem: Da viele Greenwashing-Methoden mittlerweile sehr ausgefeilt sind, kommt man oft nicht umhin, dass man selbst aktiv recherchiert.


Aber wie? Diese Tipps helfen Ihnen vielleicht:

  • Besuchen Sie die Siegel-Galerie des NABU. Auf der NABU-Seite und auf einer NABU-App können Sie sehen, welche Logos umweltfreundliche Lebensmittel kennzeichnen. Kurze Infos und Bewertungen zu den Siegeln helfen Ihnen, ökologisch empfehlenswerte Produkte zu finden.
  • Schauen Sie auf Siegelklarheit nach. Dort finden Sie für Textilien, für Lebensmittel, für Wasch- und Reinigungsmittel usw. Hinweise, wonach Sie beim Einkauf schauen sollten.
  • Wenn es Ihnen besonders wichtig ist: Recherchieren Sie im Internet. Lassen Sie sich dabei nicht von Bildern, heeren Versprechungen oder fragwürdigen Siegeln locken. Orientieren Sie sich an nachvollziehbaren Fakten. Und vermeiden Sie Suchergebnisse mit dem Hinweis „Gesponsert“.   Geben Sie 2 oder mehr Worte ein. Worte, die Ihnen wichtig sind, beginnen und beenden Sie mit Anführungszeichen ein, z.B. „Verbraucherzentrale” „klimaneutral“ „Waschmittel“.
  • Lesen Sie seriöse Nachrichten über Firmen und Produkte.


Zugegeben: dies kann mühselig sein. Aber Sie tun dem Klima etwas Gutes!

Falls Sie sich dazu motivieren wollen, können Sie auf diese Seite des Umweltbundesamtes gehen und lesen, wieviel CO2 Sie mit Ihrer Kaufentscheidung einsparen.


An unsere Mitglieder: Machen Sie Punkte durch Ihre gute Wahl! Die CO2-Bilanzen von Textilien, Ernährung, Elektronik-Artikeln und vielen anderen Gegenständen helfen Ihnen.


Quellen:

Beck-Nachricht: EU-Verbot Greenwashing

absatzwirtschaft.de: Energieversorger brechen Versprechen

correctiv.org: Gasanbieter

newclimate.org: corporate-climate-responsibility-monitor-2024

ZDF: Urteil DM Drogerie

ZDF: Sportartikel Greenwashing

endlichfair.de: Greenwashing VW

nachhaltige-deals.de: Geenwashing-Beispiele

Handelsblatt: Wie Unternehmen mit Greenwashing Kunden täuschen

BAFIN: Greenwashing-Artikel

NABU-siegelcheck

Verbraucherzentrale



Verfolgen Sie auch künftig unsere Tipps.
Hier wird Klimaschutz klar und praktisch!