Impressionen vom Klima-Jahresauftakt „For Futures & Friends“

Dieses Jahr habe ich erstmals am Klima-Jahresauftakt „For Future & Friends“, einer Veranstaltung des For Future Bündnisses , teilgenommen und möchte ganz kurz ein paar Eindrücke mit euch teilen.

Die Veranstaltung mit rund 250 Teilnehmenden fand komplett online statt. Ursprünglich wollte ich eigentlich nur am Vormittag teilnehmen und den Samstagnachmittag anders gestalten. Das Format war dann aber so kurzweilig und spannend, dass ich – bis auf zwei Stunden Mittagspause – den ganzen Tag dabei war.

Los ging es mit einer sehr motivierenden Keynote von Robin Mesarosch. Er inspirierte die Teilnehmenden mit seiner These beziehungsweise Hoffnung, dass sich am Ende die Wahrheit doch durchsetzt, und untermauerte dies mit vielen Beispielen. Zwei davon, die mir vorher noch nicht bekannt waren, möchte ich hier kurz erwähnen. Zum einen berichtete er über den Boom der regenerativen Energien in Ungarn. Diesen enormen Zuwachs, insbesondere im Bereich Solarstrom, wird wohl niemand als Folge einer „grünen Ideologie“ darstellen können – er ist schlicht den Fakten geschuldet, dass erneuerbare Energien heute extrem günstig und erprobt sind.

Ebenso interessant fand ich den Hinweis auf die ENBW-Webseite zum Thema „Drei Gründe, warum Atomkraft keine wirtschaftliche Alternative ist“. Wenn sich schon ein so bedeutender, ehemaliger Betreiber von Atomkraftwerken so klar positioniert, gibt das doch Grund zur Hoffnung.

Ein Schwerpunkt des Jahresauftakts war das Thema „Gasausstieg“. Im Expert:innen-Talk „Der Gasausstieg als nächster Kampf der Klimabewegung“ gab es zahlreiche Informationen dazu. Ein interessanter Punkt daraus war, dass bereits 2025 erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen neu installiert wurden. Das erhöht nun auch den Druck auf das Thema „Gaskostenfalle“, eines der angebotenen Projekte des nachmittäglichen „Projektkarussells“.

Die „Gaskostenfalle“ beschreibt kurz gesagt den Umstand, dass Gasnetzbetreiber ihre Kosten auf die Verbraucher umlegen dürfen. Wenn es immer weniger Gasverbraucher gibt, steigen diese Kosten pro Person entsprechend – eine sich selbst verstärkende Spirale.
An diesem Thema möchte ich auch weiter dranbleiben und plane für Ende März eine Online-Veranstaltung für euch, um den aktuellen Stand zu präsentieren.

Ein weiteres spannendes Thema aus dem „Projektkarussell“ war die Vorstellung des Klima-Wahlchecks. Dabei geht es darum, die Positionen der Parteien zu einer Reihe von Thesen einzuholen. Diese werden online veröffentlicht und ermöglichen es den Wählenden, vorab zu prüfen, wie stark ihre eigenen Positionen mit denen der Parteien übereinstimmen oder abweichen. Die Thesen und Antworten bleiben auch nach den jeweiligen Wahlen online, sodass man die gemachten Aussagen später mit der tatsächlichen Klimapolitik vergleichen kann. Dieses Instrument soll es für Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen geben.

Mehr Zeit will ich euch an dieser Stelle auch nicht mehr stehlen. Neben vielen weiteren Themen und anregenden Diskussionen in Kleingruppen (vier – fünf Personen) waren das meine persönlichen Highlights der Veranstaltung. Die Aufzeichnungen und Unterlagen zu der Veranstaltung sind online verfügbar. Aktuell gibt es da wohl auch keine Zugriffsbeschränkungen drauf. Wer also die eine oder andere der Veranstaltungen „nacherleben“ möchte kann das hier tun.

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