Natur- und Klimaschutz gleich Menschenschutz

Wir Menschen sind Naturwesen. Ob uns das gefällt oder nicht. Als solche sind wir eingebettet in den ewigen Kreislauf des Werdens und Vergehens. Die Natur nämlich kennt keinen Stillstand. Sie kennt nur den ewigen Wandel. „Alles ist im Fluss“, wusste schon der altgriechische Philosoph Heraklit.

 

Als Menschen bemühen wir uns um Dauer im Wandel. Aus schierer Überlebensnotwendigkeit. Zum Beispiel indem wir uns Häuser bauen. Zum Leben und Arbeiten. Als Menschen schaffen wir dadurch hausend Kultur, erschaffen etwas künstlich Unnatürliches. Das genau aber benötigen wir zur Sicherung unserer Existenz. Ein Dach über dem Kopf und vier Mauern um uns herum.

 

Als Behauste sind wir bis zu einem gewissen Grad geschützt vor den Unbilden der Natur. Der ist unser Tun und Lassen, unser Hausen und Behaustsein völlig gleichgültig. Sie ist ganz einfach. Mit uns. Und ohne uns. Mit unseren Häusern. Und ohne unsere Häuser. Je mehr wir uns allerdings in unserem Hausen und Behaustsein an der Natur orientieren, wir versuchen, natürlich zu bauen und zu leben – umso besser für uns Menschen. Mit unserer Sorge um Natur und Klima sorgen wir nämlich letztlich für uns selbst, für eigenes Wohlbefinden und unsere Überlebenssicherung. In Anbetracht einer Weltbevölkerung von demnächst zehn Milliarden Menschen wird Natur- und Klimaschutz zum Menschenschutz.

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