Kann ein Bundeskanzler in einer Neujahrsansprache die jungen Generationen vergessen? Ja, Friedrich Merz konnte das am Mittwochabend.
Merz sprach von unserer Freiheit, unserer Sicherheit und unserem Wohlstand „für die nächsten Jahre und vielleicht Jahrzehnte“. Wen hat er mit „uns“ gemeint? Unsere Kinder, unsere Enkel wohl nicht. Denn diese Worte kamen in seiner Ansprache kein einziges Mal vor.
Und was heißt „vielleicht“? Wie groß ist sein Bemühen um das Leben der Jungen? Ein einziges Mal gab er vor, „dass die Anliegen aller Generationen fair in Einklang gebracht werden“ sollen.
Nein, Merz meinte mit den „lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger“ nicht die Jungen, die um ihr Leben in Zukunft bangen. Ich sorge mich, dass mit dieser Politik der Graben zwischen Alt und Jung immer größer wird.


Christoph Fuhrbach schrieb mir:
Das finde ich sehr gut, dass Du die Neujahrsansprache von Kanzler Merz auch ob ihres „außer-Acht-lassens“ der jungen Generation kritisierst.
Meines Wissens nach hat auch das Thema „Klima“/Umweltzerstörung/Überlegungen, wie wir zukunftsfähiger und in größerer weltweiter Gerechtigkeit leben könnten, keine Rolle in seiner Rede gespielt.
Das zu kritisieren halte ich für ganz wichtig. Die großen Hebel sind politischer und ökonomischer Natur. Da müssen wir dran und nicht nur am individuellen Lebensstil arbeiten.
Dafür brauchen wir ganz große Koalitionen.
Lass uns weiter daran arbeiten/dafür einsetzen.
Sei herzlich gegrüßt, erfahre und tue viel Gutes auch in 2026!