Mehr, mehr, mehr!

Gedanken nach einem Artikel in der „Rheinpfalz am Sonntag“ vom 8.3.2026

Aus einer explosiven Mischung von Gier, Ignoranz und Unwissen setzt unsere Welt immer noch auf Wachstum.

Auch die konservativsten Volkswirtschaftler müssten mittlerweile verstehen, dass wir die begrenzten Ressourcen nicht unendlich ausbeuten können und die Erde keine unendlich große Müllhalde ist.

Es ist höchste Zeit für einen radikalen, weltumfassenden Paradigmenwechsel. Der Mensch als „die Krone der Schöpfung“ ist sein eigener Irrtum.

Mit verbissener, tragischer Entschlossenheit sein anthropozentrisches Weltbild weiter zu verherrlichen, entblößt und gefährdet sich der Mensch. Er begreift nicht die von ihm selbst ausgehende drohende Selbstauslöschung.

Das neue Paradigma muss sein: Der Mensch ist nicht länger Herrscher über die Natur, sondern fügt sich ein in ein allumfassendes ökologisches System. Dazu gibt es keine Alternative. Es steht die dritte kopernikanische Wende an.

Beim Übergang vom geozentrischen zum heliozentrischen Weltbild wurde die Erde aus dem Zentrum des Universums gerückt. So wie damals wird auch dieser Paradigmenwechsel ein Schock für das menschliche Ego werden. Er kann aber zugleich zur einzig erdenklichen Befreiung führen, weil das neue Weltbild – das ökologische Weltbild – das Überleben der Menschheit ermöglicht.

Ob der „Umzug in das ökologische Haus“ gelingt, ist aber alles andere als sicher. Es wird Jahrzehnte oder weitaus mehr brauchen, bis wir diesen neuen Oikos bewohnen wollen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert