Meine Sehnsucht nach Natur: Auch im Sommerurlaub ‘26 führt sie mich wieder in die Berge. So wandere ich in Südtirol entlang eines Waalwegs, lausche dem Plätschern des Wassers und freue mich über die Vielfalt von Flora und Fauna.
Ein zunehmend lauteres Maschinengeräusch zerreist die Ruhe. Nach einigen Wegwindungen stehe ich vor einem „Gebirgsharvester“. Er packt gerade einen frisch gefällten Tannenbaum. Ich werde Zeuge, wie die Maschine in weniger als einer (1!) Minute die Äste des ausgewachsenen Baums abstreift, die Rinde komplett schält, den nackten Stamm in gleich große Stücke zerschneidet und diese, als ob es Zahnstocher wären, auf der Ladefläche eines LKW’s stapelt.
Am Berghang gegenüber kleben die Bauernhöfe einer kleinen Streusiedlung. Ihre Wiesen haben Menschen einst in jahrelanger Mühsal aus dem Wald herausgerodet. Der Harvester würde das wohl in einem Tag erledigen.
Wenn dies, danach der Bau einer asphaltierten Straße dorthin und der Bau eines ****-Hotels ebenso schnell und „wirtschaftlich“ sind, dann braucht es vielleicht nicht lange, bis die ersten Urlauber auf ihrer Sehnsucht nach Natur dorthin folgen.
Finden sie dort, was sie suchen?
