Machen Sie die Heizung fit für den Winter!

 

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

Viele sagen, der Herbst sei die schönste Jahreszeit. Mit den Versen von Friedrich Hebbel wünschen wir Ihnen, dass Sie nach den anstrengenden, extrem heißen Sommertagen jetzt den milden, bunten Herbst in vollen Zügen genießen!

Doch kaum ist die Hitze halbwegs überstanden und man ruht aus in der Herbstzeit, soll man schon wieder an die Kälte des Winters denken? Das mag Ihnen jetzt vielleicht komisch vorkommen, aber Vorsorge ist bekanntlich besser als Nachsorge.

In den meisten Haushalten macht die Heizung etwa 70 % des Energieverbrauchs aus. Die Kosten dafür übersteigen die des Stromverbrauchs aller Geräte bei Weitem. 

Mit den ersten kühleren Tagen beginnt die Vorbereitung auf die Heizsaison. Wer seine Heizung jetzt überprüft und einige einfache Maßnahmen umsetzt, kann den Energieverbrauch senken, Heizkosten sparen und für ein angenehmes Raumklima sorgen. Von der richtigen Einstellung der Thermostate bis zum Entlüften der Heizkörper: Schon kleine Handgriffe machen große Unterschiede.

Hier zeigt Ihnen Kalle die Wichtigsten. Wer mehr wissen will oder wer schon eine Wärmepumpe sein Eigen nennt, der soll sich den Clip von Robin ansehen. Der zeigt Ihnen, wann es Zeit wird die Heizung wieder einzuschalten, wie Sie mit smartem Heizen und Lüften gut durch den Winter kommen und wie das mit dem hydraulischen Abgleich funktioniert.

Heizen Sie noch mit Öl oder Gas? Wie das klimafreundlich gehen kann, dass lesen Sie übrigens hier.

Jetzt unsere Tipps, bevor es richtig kalt wird:

• Nicht zu kalt! Nicht zu warm! Sorgen Sie in jedem Raum für die geeignete Temperatur!

• Verbarrikadieren Sie Ihre Heizkörper nicht! Halten Sie sie frei!
Ihre Heizkörper erwärmen den Raum vor allem durch Konvektion, d.h. durch den Strom erwärmter Luft an jeden Platz und in jeden Winkel. Lassen Sie der warmen Luft also Platz durch genügend Abstand der Möbel von den Heizkörpern.

• Nicht das Fenster lange kippen, sondern stoßlüften!
Manche lassen auch im Winter die Fenster von Räumen lange gekippt offen. Falsch! Öffnen Sie sie einige Minute lang komplett. Machen Sie kurz „Durchzug“. Dann wird verbrauchte Luft im Raum gegen frische ausgetauscht. Durch richtiges Stoßlüften kann eine Familie im Haus bis zu über 150 € und über 550 kg CO2 einsparen.

• Entlüften Sie Ihre Heizkörper!
– Drehen Sie die Thermostate auf die höchste Stufe, um die Heizkörper vollständig mit Wasser zu befüllen. Wenn Sie eine eigene Heizungsanlage besitzen, schalten Sie davor bitte die Umwälzpumpe aus.
– Entlüften Sie jeden Heizkörper mit einen Entlüftungsschlüssel: Warten Sie etwa 30 Minuten, bis sich genügend Luft angesammelt hat. Stellen Sie einen Eimer direkt unter das Ventil und öffnen Sie es dann vorsichtig mit einem Entlüftungsschlüssel. Es kann sein, dass neben Luft auch heißes Wasser austritt.
– Sobald Sie ein leises Zischen hören, entweicht Luft aus dem Heizkörper. Lassen Sie das Ventil so lange geöffnet, bis nur noch Wasser austritt. Schließen Sie dann das Entlüftungsventil. Drehen Sie es wieder fest zu.

• Stoppen Sie Zugluft! Vermeiden Sie Energieverlust!
Jeder noch so kleine Spalt in der Haustür oder in einem Fenster sorgt dafür, dass Ihre Wohnräume wertvolle Wärme verlieren und die Heizung stärker arbeiten muss. Zudem gewinnen Sie an Behaglichkeit. Sie können Ihre Fenster ganz einfach selbst mit Dichtstreifen aus Gummi oder Schaum abdichten. Bei besonders undichten Fenstern helfen auch dicke Vorhänge, die Sie nachts zuziehen, um weniger Wärme zu verlieren.

• Haben Sie Ihre Heizkörper schon einmal gründlich gereinigt? Nein? Na, dann mal los!
Reinigen Sie Ihre Heizkörper, bevor Sie sie aufdrehen. Ob mit einer Reinigungsbürste, einen leicht angefeuchteten Tich oder einem Mikrofasertuch – nur mit einer sauberen Heizung kann die Wärme gut zirkulieren.

• Lassen Sie Ihre Heizungen elektronisch steuern!
Laufen Ihre Heizungen den ganzen Tag, auch dann, wenn niemand zu Hause ist? Das geht gar nicht!  Mit programmierbaren Thermostaten vermeiden Sie das. Programmierbare Thermostate gibt es für wenige Euro im Baumarkt. Die automatische Temperaturabsenkung für die Nacht oder auch für die Arbeitszeit und vieles mehr können Sie so einstellen.

• Stellen Sie im Heizkreis den richtigen Wasserdruck ein!
Egal, ob Sie eine Gastherme, eine Ölheizung oder eine Wärmepumpe haben: Ihr Heizkreis braucht einen bestimmten Wasserdruck. Ist er zu niedrig, kann die Wärmeverteilung nicht mehr ausreichend funktionieren. Unterdruck kann außerdem zu Geräuschen und Korrosionsschäden führen. Bei den meisten Heizungsanlagen liegt der ideale Druck zwischen 1 und 2 bar. Sie können ihn selbst am Manometer ablesen. Steht die Nadel am Manometer außerhalb des grünen Bereichs, kontaktieren Sie am besten einen Installateur.

Noch mehr Tipps gefällig? Dann schauen Sie bitte hier!

Das war‘s fürs Erste, d.h. für den Beginn Ihrer Heizperiode. Natürlich können Hausherr*innen noch mehr optimieren: durch gute Dämmung der Heizungsrohre, durch regelmäßige Wartung durch einen Fachbetrieb und anderes mehr.

Verfolgen Sie auch künftig unsere Tipps!
Hier wird Klimaschutz praktisch – ganz besonders beim Heizen!

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