Klimafreundlich heizen mit Öl oder Gas

Nochmal eine Prise Humor gefällig?

Zwei arme Studenten sollen einmal zitternd vor einem Ofen gesessen haben
und es entspannte sich dieses Gespräch: „Los, feuer den Ofen an!“ – „Los, Ofen, oleeee!“ – „Nein, du sollst ihn anmachen!“ – „Naaa, schöner Ofen, heute noch was vor?“

 

 

Jetzt im Ernst:

Erste Frage: Heizen Sie noch mit Öl oder mit Gas?

  • Das ist leider schlimm. Denn diese Heizung verbraucht 70% des gesamten Energiebedarfs Ihres Haushalts. Hinzu kommen ca. 15% für Ihr Warmwasser. Heiße Kiste, nicht wahr?

Zweite Frage: Sind Sie ein Klimaschützer?

  • Dann sollten Sie wissen, dass ein Heizöl-Kessel ca. 300 Gramm CO₂ pro KWh verursacht. Bei einer Wohnfläche von 120 qm, für die Sie etwas 15.000 KWh Heizenergie benötigen, erzeugt Ihre Öl-Heizung 4,7 Tonnen CO₂ im Jahr. Verdammt viel, nicht wahr?

Heizen mit Erdgas ist zwar besser, aber auch schlecht. Ein Erdgas-Kessel verursacht ca. 240 Gramm CO₂ pro KWh, also gerade mal 20 Prozent weniger.

Dritte Frage: Sind Sie kostenbewusst?

  • 2025 lag der CO₂-Preis bei 55 Euro pro Tonne. 2026 wird er zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne liegen. Ab 2028 soll er in Europa durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden. Vielleicht steigt dazu auch noch der Öl- oder der Gaspreis. Wer weiß!

Natürlich, deshalb boomt der Markt für Wärmepumpen!

Vielleicht würden Sie als Eigentümer auch gern in eine modernes Heizsystems investieren oder sich wünschen, wenn Sie Mieter sind, dass Ihr Vermieter  das tut.

Vielleicht ist aber die Zeit dafür noch nicht gekommen und Sie heizen vorerst weiter mit Öl oder Gas.

Dann lesen Sie bitte diese Tipps:

  • Zuallererst: Entlüften Sie die Heizkörper! Wenn es wieder draußen kalt ist, wir die Heizung aufdrehen und ein altbekanntes Blubbern hören stellen wir uns jedes Jahr die gleiche Frage: Wie entlüftet man noch mal die Heizung?
  • Könnte es sein, dass Ihre Umwälzpumpe defekt ist? Man sieht und hört sie i.A. nicht. Deshalb Gehen Sie in den Heizungskeller und überprüfen Sie sie! Bei allen älteren Heizungsanlagen sollte eine moderne, hocheffiziente Umwälzpumpe nachgerüstet werden. Diese Maßnahme ist sehr wirtschaftlich!
  • Haben Sie einen kuscheligen Lieblingspullover? Dann ziehen Sie ihn an! Ganz ehrlich! Denn wenn Sie die Raumtemperatur um 1°C senken, sparen Sie bis zu 6 % Energie. 20°C in Wohnräumen und 17°C im Schlafzimmer sind optimal.
  • Heizen Sie niemals über längere Zeit mit elektrischen Direktheizungen, wie z.B. c. Das ist nicht nur schädlich für das Klima, sondern auch für Ihren Geldbeutel. Ausnahme: Wenn Sie eine PV-Anlage besitzen, können Sie Räume über Tag gezielt mit Infrarotheizkörpern wärmen, falls die Sonne genug Ertrag liefert.
  • Vergessen Sie die Nachtabsenkung der Heizung nicht! 3°C bis 5°C sollten das schon sein (Ausnahme: Gedämmte Wohngebäude mit elektrischer Wärmepumpe und Fußbodenheizung).
  • Auch wenn Sie nicht zuhause sind, kann die Anlage auf eine Temperatur von 18°C abgesenkt sein. Das machen Sie i.A. manuell am Raumthermostat oder an den Thermostatventilen.
  • Rüsten Sie – falls noch nicht geschehen – bei konventionellen Heizungen programmierbare Heizkörperthermostate Sie sind schnell installiert: Einfach am Heizkörper den alten Kopf ab und das neue Modell anschrauben.
  • Vermeiden Sie das Mitheizen von kalten Räumen durch offene Türen.
  • Schließen Sie die Rollläden und Vorhänge, bevor Sie zu Bett gehen, um Wärmeverluste zu verringern.
  • Ihre Vorhänge im Wohn- oder Schlafzimmer sollten die Heizungen nicht verdecken, weil sie sonst falsch arbeiten. Auch Möbel sollten Sie nicht vor die Heizkörper stellen.
  • Sind Sie sicher, dass Ihre Fenster und Türen gut abgedichtet sind? Nehmen Sie zum Prüfen eine Kerze. Wenn Sie flackert, zeigt sie Ihnen die undichten Stellen. Dichten Sie sie mit selbstklebenden Dichtungsbändern ab. Sie kosten wenig und helfen viel, ganz besonders an Türen zu unbeheizten Räumen und zum kalten Treppenhaus.

Das Fazit mit einer Prise Humor:

 Nur weil Sie noch eine „fossile“ Heizung haben,
müssen keinen Winterschlaf machen!

Beachten Sie unsere Tipps!

Übrigens:

  • Wenn endlich die warmen Tage wiederkommen und Sie Ihre Heizung auf Sommerbetrieb umschalten, dann sollten Sie diese Tipps

Und noch etwas:

  • Haben Sie einen Kaminofen und lieben Sie die Flammen hinter der Glasscheibe? Dann sollten Sie wissen, wie Sie ihn möglichst emissionsarm und sauber betreiben. Das lernen Sie mit dem Ofenführerschein, einer digitalen Schulung über die Auswahl und effiziente Nutzung des Brennstoffs, über den emissionsarmen und sauberen Betrieb und über die Reinigung, Wartung und Sicherheit des Ihres Ofens.

 

Quellen:

Wie teuer wird 2026 das Heizen?

Energiesparen und Klimaschutz im Privathaushalt

So viel teurer macht der CO2-Preis Ihre Heizkosten

Machen Sie den Heizcheck!

Machen Sie den Ofenführerschein!

Wie Sie beim Heizen auf erneuerbare Energie umsteigen

Heizung raus – Zukunft rein!

 

Verfolgen Sie auch künftig unsere Tipps.
Hier wird Klimaschutz praktisch – sogar beim „fossilen“ Heizen!

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