Mich beschäftigt immer wieder, wie viele Menschen mittlerweile auf unserem Planeten leben. Wir sind mittlerweile mehr als 8 Milliarden. Vor 200 Jahren waren es gerade mal 800 Millionen.
Man stelle sich vor, dass damals in einem kleinen Zimmer 2 Menschen gut miteinander zusammenlebten, sich heute aber 20 im gleichen Raum pferchen. Was macht diese Enge mit uns?
Räume gab es unbegrenzt. Städte konnten sich ausbreiten. Jeder, der wollte, fand seinen Platz. Heute kämpfen wir um jeden Quadratmeter.
Die Welt war leise, im Vergleich zu heute fast still. Elektronische Unterhaltung gab es nicht. Musik spielte man auf mechanischen Instrumenten. Das war’s!
Langsam ging alles voran. Die schnellste Fortbewegung war mit Tieren. Kein Motorenlärm, keine Abgase. Hektik war unbekannt.
Kommunikation war sprechen, hören, schreiben und lesen. Dazwischen viel Funkstille. Heute hetzen unsere Hirne von einem Impuls zum nächsten.
Das Leben war einfach. Alle Menschen verstanden alle Vorgänge. Heute ist unsere Welt so komplex, dass wir sie nicht mehr erfassen und einer KI übergeben.
Industriegesellschaft und die Konsumgesellschaft wie heute gab es nicht. Mit ihnen und all den Prozessen vervielfachte sich der Druck. Bis wohin?
Das Welt-Klima wurde in diesen nur 200 Jahren auf bedrohliche Weise heißer. Unser CO2-Fußabdruck wurde zum warnenden Maß unserer Entwicklung.
Physiker sagen: der Druck im begrenzten Volumen eines Kessels steigt mit seiner Füllung und seiner Temperatur. Unsere Erde ist ein solcher begrenzter Raum.
Banale Gedanken, aber wer kann sie verdrängen?
Sind wir – die Weltbevölkerung – noch fähig, uns selbst zu retten?
